Im Spätjahr 1920, die Wunden des Ersten Weltkrieges
waren noch längst nicht verheilt, trafen sich acht junge Männer,
die bereits damals den Angelsport betrieben, um ihre lose Gemeinschaft
zu einer Vereinigung zusammenzuführen. Es waren dies Jakob Frank,
Jakob Gelb, Karl Herrmann, Friedrich Hetzer, Eugen Lüdecke, Josef
Peter, Paul Rychel und Ludwig Stadler.
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Nach den spärlichen Unterlagen aus der Gründungszeit
war zu entnehmen, dass der Verein bei der Abschlussversammlung am
09.11.1921 siebzehn Mitglieder zählte. Den Vorsitz übernahm
Eugen Lüdecke. Friedrich Hetzer wurde mit der Kassenführung
betraut. Bis zum Jahre 1928 nannten sich die Petrijünger „Angelsportverein
Hockenheim“. Durch die Aufnahme einiger auswärts wohnender
Mitglieder erfolgte 1928 die Umbenennung in „Angelsportverein
Hockenheim und Umgebung“.
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Diesen Namen führte der Verein bis in das
Jahr 1961. Bei Eintrag in das Vereinsregister bei Amtsgericht Schwetzingen,
erhielt der Verein seinen bis zum heutigen Tag gültigen Namen
„Angelsportverein 1920 Hockenheim e.V.“.
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Naturgemäß führte der Weg zum
Angeln an den nahe gelegenen Rhein zwischen Altlußheim und Ketsch.
Aber schon damals war der Altrheinarm beim Schiffbau Altlußheim
ein beliebter Angelplatz. Es war die Zeit, als die Angler schwer bepackt
mit Angelgeräten mit dem Fahrrad und teilweise auch zu Fuß,
ihrem Hobby nachgingen.
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Das Wasser war damals noch klar, die Industrie
hatte den Rhein noch nicht verschmutzt. Es gab nur wenige Angler und
somit war der Fischreichtum größer als heute.
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Mitleidig werden wohl die ersten Petrijünger
von manchen Zeitgenossen belächelt worden sein. Aber heute hat
man erkannt, dass das Ausüben des Angelsports dem Menschen eine
große Entspannung bietet, denn es gibt für einen Angler
nichts schöneres, als in Gottes freier Natur am ruhigen Wasser
wieder Kraft für die Hetze des Alltages zu sammeln.
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Während man 1929 nach der Mitgliederliste
18 Angler registriere, waren es nach dem Zweiten Weltkrieg bereits
40 eingetragene Mitglieder. 1961 hatte sich die Anzahl der Angler
schon verdoppelt, man zählte 81 Mitglieder. Dann stieg die Mitgliederzahl
stetig an und man kann heute auf die stattliche Zahl von 205 hinweisen.
Ausgangs der 20er Jahre trat der Verein der Dachorganisation –
dem Reichsbund der Deutschen Sportfischer – bei.
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Das erste Protokollbuch und die ersten Akten des
Vereins wurden am 25. Januar 1936 laut Aufzeichnung des Schriftführers
Wilhelm Blattner, dem damaligen 2. Vorsitzenden Jakob Gelb, zur Aufbewahrung
übergeben. Da diese Unterlagen nicht mehr vorhanden sind, müssen
wir uns auf die Informationen, die uns die inzwischen verstorbenen
Gründungsmitglieder in den zurückliegenden Jahren gegeben
haben, beschränken.
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Das Protokoll der Versammlung vom 25. Januar 1936
weist jedoch einwandfrei das Gründungsjahr aus. Ferner ist das
Gründungsjahr dadurch zu beweisen, weil im selben Protokoll vermerkt
ist, dass Kassier Friedrich Hetzer mit Ablauf des Jahres 1935 nach
15jähriger Tätigkeit sein Amt zur Verfügung stellte.
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